Das KirschenPower-Team besteht aus:
Kirsten Sesar, 26 Jahre und Ivana Krenzer, 26 Jahre
Fachkräfte im Gastgewerbe, Hotelfachfrauen

Wir sind angenehm anders: lebhaft, jung, kreativ, aufgeschlossen, leistungsbereit und wollen unseren Gästen Außergewöhnliches bieten.
Neu Im Team: Carina George 22 Jahre Azubine
Alexander Diedl 18 Jahre Azubi
Unsere Kirsche bietet ca. 40 Sitzplätze in einem gemütlichen Ambiente in einem denkmalgeschützten Haus und einer echten Sonnenterasse mit ca. 30 Sitzplätzen. Der Blick ist einzigartig auf den Sontraner Marktplatz.
Wie kam es zu unserer Kirsche?
Eigentlich erst einmal gar nicht!
Alles fing im Oktober 2003 an.
Wir saßen, also Kirsten und Ivana, in einer Bar, tranken das dritte Bierchen und Schwätzen über Gott und Seiferts (die Welt kannten wir ja nicht).
Bei dem Geschwätz ging es über den letzten Discobesuch, wer die meisten Telefonnummern bekommen hat, um das Rhönschaf Hotel in der Rhön (wo wir beide arbeiteten) und wer die größeren Probleme mit seiner Figur hatte, wie nun mal jede Frau.
Irgendwann an diesem Abend ging es auch um Kirsten Ihre Abschlußprüfung zur Hotelfachfrau und was für eine Panik sie davor hatte. Bei diesem Thema fiel uns auch ein, dass wir uns noch Nirgends beworben hatten und das es bis zum 01. August 2004 nicht mehr lange hin ist!
Da wir seit Kirsten Ihrer Ausbildung die besten Freundinnen geworden sind, war es ganz klar, dass wir mal den gleichen Weg gehen wollten.
Das war ganz sicher, doch was machen wir mal Später??
Wir redeten und redeten und beschlossen, noch an diesem Abend mit mindestens 1,4 Promille: Aupair-Mädchen in AUSTRALIEN!!
Das ist es!!
Ein tolles Land, jeden Tag super Wetter, Ivana lernt endlich mal richtig die englische Sprache... Super, dachten wir uns und gingen überglücklich nach hause.
Die Tage später suchten wir alles über Aupair im Ausland und ließen uns Prospekte zusenden. Einige Zeit verging und wir wollten uns mal wieder einen schönen Abend machen. Es ging diesmal in die Apfelweinkneipe „Unterm Apfelbaum“ nach Fulda zu unserem damaligen Servicechef. Wir saßen, schwätzten und schwätzen bis auf einmal das Lied„New York, New York von Frank Senatra im Radio lief. Im gleichen Moment schauten wir uns an und wir waren überzeugt;
Ab nach NEW YORK !!!
Das ist bestimmt das Richtige!
Sofort änderten sich unsere Zukunftspläne.
Ivana füllte gleich am nächsten Tag alle Prospekte aus und wollte diese an die Agentur senden, doch soweit kam es erst gar nicht!
Unsere Familien waren dagegen, dass wir für ein Jahr oder mehr in eine fremde Stadt gehen. Außerdem gab es viele Horrorgeschichten über Aupair im Ausland. Da waren unsere Zukunftspläne dahin. Nun fragen Sie sich bestimmt so langsam, wie kam es denn nun endlich zur Kirsche?
Dann passen Sie jetzt gut auf:
Im August 2003 saßen Kirsten und ihre Mutti im ehemaligen Kupferpfennig und tranken auf der Terrasse Cappuccino. Durch Zufall erfuhren wir, dass ab Januar 2004 der Kupferpfennig schließen sollte. Ganz spontan entschieden wir uns eine Bewerbung als neue Pächter an die Stadt zu senden. Im März 2004 kam das lang ersehne Schreiben der Stadt Sontra mit der Bitte um Konzeptvorstellung. Nach (anscheinender) guter Konzeptvorstellung war die Entscheidung getroffen:
Wir werden die neuen Pächter des ehemaligen Kupferpfennigs
… und wenn Sie nicht gestorben sind, dann bedienen Sie heute zwei kernige Mädels.
Teil 2
Endlich ist es soweit; lange mussten Sie auf den 2 Teil unserer Geschichte: „Wie kam es zu unserer Kirsche“ warten.
Wir wünschen Ihnen viel spaß beim schmökern!
... Nun war es soweit wir hatten die Zusage von der Stadt.
Und nun?
Wir waren wieder mit unseren Golf auf dem Nachhauseweg in die Rhön und schwätzten über Aufgaben, die wir noch zu erledigen hatten.
Also, eigentlich über ALLES!!
Als erstes mussten wir unser Chefchen aufklären.
Wir stürzten gleich ins Hotel, fragten ganz unschuldig, was er denn heute Abend noch vor habe.
Eigentlich war ein Mutter-Sohn-Abend geplant, doch so einfach ließen wir uns nicht abwimmeln. Also fragten wir ganz frech, ob sie uns denn mitnehmen würden.
Auf den Kreuzberg angekommen, bestellten wir gleich 4 Maßkrüge Kreuzbergbier, damit es uns etwas leichter fiel, die Neuigkeiten zu erzählen.
Aber wir zögerten nicht lange und kamen gleich zur Sache.
Liebe Maria, lieber Jürgen, wir machen uns Selbständig! Und - und – Und- was meint ihr?
Sie waren nicht sehr überrascht, da wir seit einigen Monaten mit den dollsten Ideen ankamen: einmal wollten wir nach Australien, dann wieder nach New York.
Es gab da nur ein kleines winziges Problem: Unser Chef brauchte uns mindestens bis Ende Juli!
Na toll, das sagt er uns jetzt, wo wir alles unterschrieben hatten.
Auch wenn wir ein wenig frustriert waren, war es schön zu wissen, dass man uns im Betrieb brauchte. immerhin bin ich (also Ivana) dort groß geworden und alles, was ich gelernt habe, habe ich Chefin, Cheffe’ und dem damaligem Team zu verdanken.
Na gut, wir waren jung und davon überzeugt, dass wir neben unserer Arbeit unseren eigenen Laden auf die Eröffnung vorbereiten könnten.
Wir hatten noch knapp 2 Monate Zeit.
Das hört sich viel an, doch Sie dürfen uns glauben, es war echt knapp.
Alle 2 Tage sind wir nach Feierabend von Seiferts nach Sontra gefahren (ca. 100 km eine Strecke) und haben die Kirsche geputzt.
Es waren so viele Aufgaben, die auf uns zukamen.
Leider kann ich nicht alles erzählen, sonst könnte ich gleich ein Buch schreiben, aber ich versuche, ihnen in Stichworten einiges aufzuzählen.
Als erstes mussten wir uns ein Konzept einfallen lassen, was im Werra-Meißner-Kreis einmalig ist, und was uns von den anderen Betrieben unterscheidet. Anschließend schrieben wir in Stichpunkten unsere Speisenkarte, um die weiteren Schritte tätigen zu können.
· Gläser und Getränke bestellen
da hatte man sofort gemerkt, wer an unser Konzept glaubt und wer nicht. Wir hatten bei Herr X vom Getränkehandel angefragt, ob er uns ab dem 1. August beliefern kann. Als er da war, mussten wir uns vorstellen und als Höhepunkt fragte er uns noch, wie viel Geld wir auf unserem Konten haben. Na so was, als könnte er sich seine Kunden aussuchen, gerade heutzutage.
· Küche einrichten
von Teller, Alu- Folie bis zum kleinen Schüsselchen mussten wir an Alles denken. Es ist nicht einfach, es gibt heute noch Tage, an denen wir merken, dass uns was fehlt.
· Wände streichen
Nur wie, es war ein großer Akt, da das Haus unter Denkmalschutz steht und nicht alles erlaubt ist. Dazu kommen noch die ganzen Balken, welche eine Qual für jeden Maler sind.
· Papierkram
Jede Menge kam auf uns zu. Ohne Kirstens Mutti, die sich um die ganze Sache bestens gekümmert hat, als hätte sie nie was Anderes gemacht, hätten wir ganz schön alt ausgesehen.
· Tassen, Cappuccino Tassen und Lattegläser
Das müssen wir ihnen unbedingt noch erzählen...
Wir mussten einen Tag vor der großen Eröffnung einkaufen, da wir gemerkt haben, dass der ganze Kleinkram noch fehlt, wie Cappuccino Tassen, Latte Gläser usw...
Kirstens Mutti empfahl uns, nach Bebra zu fahren, in ein angeblich „günstiges“ Geschäft.
Als wir durch Bebra fuhren und nach dem Geschäft suchten, kam eine ältere Dame im Pelzmantel bei ca. 33 Grad auf uns zugelaufen und winkte. Da wir eh nach dem Weg fragen wollten, kam uns das ganz gelegen. Aber..
... Als wir hielten bemerkten wir, dass sie weinte und noch bevor wir irgendetwas sagen konnten, saß sie auch schon auf dem Rücksitz.
Sie erzählte uns, das ihre Wohnungstür zugefallen wäre und sie nicht mehr hinein kam. Also brauchte sie einen Schlüsseldienst. Nach langer Suche war der Schlüsseldienst informiert und wir dabei, sie nach Hause zu fahren. Doch irgendwie endete die Fahrt nicht.
Sie versuchte uns mit ihrer Hand den Weg zu zeigen und wenn ich um die Kurve fuhr, fiel die Dame um.
Die „leicht“ beschwipste Frau ließ uns in jede Gasse Bebras fahren, sie wusste wahrscheinlich selber nicht mehr, wo sie wohnte(kann ja mal passieren, oder?).
Mittlerweile rief Kirstens Mutti bei uns am Handy an und
fragte schon ganz genervt, ob wir alles
erledigten konnten und wann wir wieder
heimkommen würden, da schon
die nächsten Termine
anstanden.
So, was würden Sie jetzt am Telefon antworten?
(die Frau saß noch im Auto!)
- Wir fahren gerade eine betrunkene Frau durch Bebra?-
Wie auch immer, irgendwie kamen wir super genervt zum Einkaufen (in dem angeblich super günstigen Geschäft).
Als wir schon nach kurzer Zeit bemerkten, dass das wohl der Teuerste Laden überhaupt war, hatten wir keine andere Wahl mehr.
Nun hatten wir unsere Cappuccino Tassen! Prima!
Dass wir im Geschäft noch den Autoschlüssel verbummelten und sogar einen Karton an der Kasse stehen gelassen haben, erwähnen wir lieber nur nebenbei.
Wir wollten eine Speisenkarte haben mit vielen Geschichten, Sprüchen, Gedanken und viel Humor. Es sollte Spaß machen, die Karte zu lesen, für Jedermann.
Mit unserem Abschlussspruch:
Träume nicht Dein Leben, sondern Lebe Deinen Traum!
So wie wir.
Nun war es soweit, nur noch ein paar Minuten zur großen Eröffnung. Doch es war keiner da!
Nur die Familie saß an einem Tisch und ruhte sich aus. Wir waren ja zugegebener Maßen irgendwie froh, dass keiner da war, da wir uns vor einer kleinen Rede gerne gedrückt hätten.
Zwei Uhr und die Leute kamen von allen Seiten, als hätten sie sich abgesprochen.
Auf einen Schlag war alles voll, die Terrasse, die Seitenstraßen, einfach überall standen die ersten Gäste der Kirsche.
Mit einer kleinen Verspätung hielten wir die Begrüßungsrede, die sogar besser lief als erwartet.
Wir hatten ja auch ein super Tagesprogramm aufgestellt:
Um 14.00 Uhr war Fassanstich mit Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer und dem Chef der Eschweger Klosterbrauerei, Ernst Andreas.
Um 15:00 Uhr wurde die längste Kirschkuchentafel im Werra-Meißner-Kreis aufgebaut mit 19 verschiedenen Kirschkuchen.
Um 16:00 Uhr wurde kräftig mit der Witzenhäuser Kirschenkönigin um die Wette gespuckt.
Am Abend gab es Schau-Kochen in der Riesenpfanne mit musikalischer Unterhaltung durch „Instrumental One“
Ein paar von der Familie haben grob geschätzt, es waren ca. 500-600 Besucher.
Für einen kleinen Betrieb, wie wir, gar nicht schlecht, oder?
Damit sieht man, dass man jedes Ziel erreichen kann. Somit haben wir unsere Eröffnung erfolgreich abgeschlossen.
Das war der zweite Teil unserer Geschichte.
Aber Sie dürfen uns glauben, damit sind wir noch lange nicht am Ende. Es wird noch einen dritten Teil geben, in dem wir über die Eröffnungsphase in der Kirsche berichten.

